SPIELPLATZ POETISCHER ASSOZIATIONEN

10.04.2018 19:13

Stimmen über & aus unsere/r Natur-Ausstellung

Impressionen aus der Ausstellung © Thomas Dashuber

»Rose is a rose is a rose is a rose.« (Gertrude Stein / »Sacred Emily«)

Je mehr wir uns von der Natur entfremden, desto mehr sehnen wir uns nach ihr. In der Literatur zeigt sich Natur – jenseits von Kitsch und Klischee – als überraschend und verspielt, als unheimlich und verführerisch. Unsere aktuelle Literaturhaus-Ausstellung nähert sich dem Motiv, das so alt ist wie die Literatur selbst. Kuratorin Heike Gfrereis transponiert die neuerliche Renaissance der Romantik ins Spielerische, absichtlich Befremdliche. Ihre Texte, jeweils den Kapiteln vorangestellt, geben eine Idee von der assoziativen Bandbreite und der Fülle der poetischen Möglichkeiten.

»Die Natur ist nützlich und gut, keineswegs entzückend. Auf der Bank liest er ein Buch. Drum herum ist Natur, aber eben, das ist es, die Natur ist gut zum Drumherumliegen, das Buch ist die Hauptsache.« (Robert Walser / »Der Spaziergang«) 

In elf Kunst-Naturräumen, darunter einem Garten, sind berühmte Texte in neuem Kontext zu entdecken. Von Homer und Pindar über Jean Paul und Hölderlin, Goethe und Stifter zu Franz Kafka und Robert Gernhardt, von Sappho über Bettina Brentano zu Nelly Sachs und Ingeborg Bachmann.

Über Bande geht es in die Gegenwart: Zeitgenössische Schriftstellerinnen und Schriftsteller präsentieren ihre persönlichen Naturstücke, so dass sich die poetische Lust an der Natur mit Haut und Haar erfahren lässt.

Ausstellung wie Katalog laden ein zum Kombinations-Spiel mit Texten, Bildern und Räumen, das jeder anders zusammensetzen kann.
Auf ins Grüne oder: ab ins Blaue! 

Wir freuen uns auf Sie!

.., –
fertig ist das Mondgedicht. (
Robert Gernhardt  / »PROSAMEN«)

 

 

PRESSESTIMMEN:

»Sich auf den Rasen legen und die vorbeiziehenden Wolken am tiefblauen Himmel verfolgen, ist derzeit in einer Installation im Literaturhaus möglich. Am Salvatorplatz ist nämlich mit der Ausstellung INS BLAUE der Literaturfrühling ausgebrochen. Es geht um die Natur in der Literatur - und das ist ein weites, außerordentlich buntes Feld jenseits aller Klischees und der Reduktion auf Lieblichkeit und Schönheit.« (Abendzeitung)

 

»Tiefschwarzes, undurchdringliches Dunkel. Eine Taube gurrt, eine Grille zirpt [...]. Herum zu fantasieren fällt leicht in diesem finsteren Raum, einem von elf Sprungbrettern in die eigene Imagination...« (Süddeutsche Zeitung)

 

»... die Ausstellungsmacher [taten]das einzig Richtige: Statt einer systematisch-historischen Abhandlung präsentieren sie einen Spielplatz poetischer Assoziationen und werden dem Verhältnis der Dichter zur Natur damit am ehesten gerecht.« (Münchner Merkur)

Hermetosphäre © Thomas Dashuber

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