13. Internationale Frühjahrsbuchwoche

Indien – Zwischen Mythen und Mausklick Vom 7. bis 17. März 2002 „Über Indien kann man nur im Plural sprechen“, sagt der Schriftsteller Shashi Tharoor. Indien ist ein Land mit über einer Milliarde Menschen, 5 Weltreligionen, 22 Literatursprachen, vielen hundert Dialekten. Es ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt, Schauplatz politischer und religiöser Auseinandersetzungen, sozialer und ethnischer Konflikte und enormer Kontraste. Schneegipfel und Palmenstrände, Paläste und größte Armut, Cyber-Cities und Gurus – das alles ist kein Widerspruch in Indien, in einem Land, das auf eine mehr als 4000jährige Zivilisations- und Kulturgeschichte zurückblicken kann und seit Jahrhunderten Projektionsfläche ist für Wunschbilder, Sehnsüchte, Eskapismen. Spätestens mit Salman Rushdies »Mitternachtskinder« ist die anglo-indische (Emigranten-)Literatur auch in Deutschland salonfähig; wenig bekannt aber ist die Literatur, die in Indien selbst entsteht, vor allem Werke, die in den indischen Nationalsprachen geschrieben sind, in Hindi, Urdu, Tamil, Bengali etc. Mit über 20 Autorinnen und Autoren verschiedener Regionen, Sprachen, Generationen, Religionen will die Internationale Frühjahrsbuchwoche einen Einblick in die ungeheure Vielfalt dieses (literarischen) Kontinents geben. Die Frühjahrsbuchwoche wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern veranstaltet, u.a. mit Stiftung Literaturhaus, Buchhandlungen, Goethe Forum, Indien-Insti­tut, Lyrik Kabinett, Offene Akademie der Volkshochschule, Tukan Kreis, Ruffini.

Vergangene Termine dieser Reihe: