Bayerische Akademie des Schreibens

Bayerische Akademie des Schreibens

Was ist das?

Um es gleich zu sagen: Kunst wie Literatur kann man nicht lehren. Doch wer schreibt, hat viel zu lernen: Die Potentiale des eigenen Textes erkennen, neue Wagnisse eingehen, sich des Handwerks versichern, Erwartungen und Bedingungen des Betriebs kennenlernen. All das wird in der Bayerischen Akademie des Schreibens ermöglicht. Das ist kein Studium, kein fester Ausbildungsgang, sondern ein flexibles Angebot von Seminaren, das Autoren auf verschiedenen Stufen ihres Schreibens begleitet, professionelle Rückmeldungen und Kritik mit dem Schreibprozess verbindet und Netzwerke schafft ‑ so wie es an vielen Orten Europas in Form von Creative Writing Kursen längst etabliert ist. Die Bayerische Akademie des Schreibens will damit eine aktive, zeitgemäße Literaturförderung für junge Autoren betreiben und dabei an die Erfahrungen und Erfolge anknüpfen, die das Literaturhaus München mit den textwerk-Seminaren für Autoren über Jahre hinweg gesammelt hat. Auf ihrer Grundlage wurde die Akademie des Schreibens konzipiert. Nun haben sich sechs bayerische Universitäten mit dem Literaturhaus München zusammen geschlossen, um jährlich zwei Kurse für Studierende anzubieten.

Für wen ist das?

Eingeschriebene Studierende aller Fachrichtungen (ausgenommen sind Senior-Studierende) können sich um die Teilnahme bewerben. Wir wünschen uns sowohl Studentinnen und Studenten, die schon länger selbst literarisch schreiben und ihr schriftstellerisches Handwerkszeug erweitern möchten, als auch solche, die über das Schreiben ihr Verständnis von Literatur vertiefen möchten. Pro Kurs werden 9 – 10 Teilnehmer ausgewählt. Die Kurse finden an drei Wochenenden an jeweils einer der beteiligten Universitäten statt.

Die Teilnahme, inkl. Übernachtungen ist kostenlos. Nur die Reisekosten müssen im Regelfall selbst getragen werden.

Was geschieht da?

Die Kurse sind ein geschützter Raum, in dem hauptsächlich über die selbst verfassten Texte gesprochen wird – dazu zählen die eingereichten Schreibaufgaben, die Erzählung, die im Laufe des Seminars entstehen soll,  sowie die handwerklichen Übungen, die das Schreiben begleiten. Jeder Schreibende ist zuerst Leser. Deshalb sind diese Diskussionen eng verknüpft mit ausgewählten Lektüren. Daneben gibt es Workshops mit eingeladenen Referenten.

Die Termine und Orte des ersten Kurses 2011/12

Für Studierende der Universitäten Bayreuth, Erlangen und der LMU München:

20. – 22. Januar 2012 in Bayreuth
20. – 22. April 2012 in München
1. – 3. Juni 2012 in Erlangen

Leitung: Annette Pehnt (Autorin), Lars Claßen (Lektor, Suhrkamp Verlag)

Die Schreibaufgabe für die Bewerbung:
»Extremer Ort«: In die Enge getrieben oder allein auf weiter Flur, im Großraumbüro oder bei den Schwiegereltern, im Einkaufszentrum oder in den Baumgipfeln über dem Abhang: ein (für die auftretenden Figuren) extremer Ort als Spielfeld für einen literarischen Kurztext.

Für Studierende der Universitäten Bamberg, TU München, Regensburg:

20. – 22. Januar 2012 in Bamberg
20. – 22. April 2012 in München
8. – 10. Juni 2012 in Regensburg

Leitung: Christoph Peters (Autor), Christiane Schmidt (Lektorin)

Die Schreibaufgabe für die Bewerbung:
»Figur in der Fremde«: Fremd zu Hause, Fremd in der Fremde, Fremd bei den anderen, Fremd bei sich selbst; Ich, Du, Er, Sie, Ihr, Wir: Jede Form der Prosa ist erlaubt.

»Ich muss mir meine Erfahrungen von der Seele schreiben.« Wie Matthias Tonon, Medizinstudent aus München geht es vielen Teilnehmern des Schreib-Workshops. Das Schreiben hilft, Erfahrungen zu reflektieren und eine gewisse Distanz zum Erlebten zu entwickeln.
(zum kompletten Beitrag)

Koordination

Dr. Katrin Lange
Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München
Tel. 089–29 19 34-23
klange@literaturhaus-muenchen.de

Die Bayerische Akademie des Schreibens wird getragen vom Literaturhaus München und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Universität Bayreuth, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Carl von Linde-Akademie der Technischen Universität München und der Universität Regensburg. Sie wird unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.