Do 11.5.06 // 0 Uhr
Literatur und Wirtschaft im Dialog

Nationale Selbstbehauptung und globaler Wettbewerb. Wieviel Patriotismus verträgt die Wirtschaft?

Diskussion mit Henrik Müller und Gästen

Kann ein Land, das Exportweltmeister ist, trotzdem in nationalen Kategorien denken? Der Journalist Henrik Müller behauptet in seinem neuen Buch »Wirtschaftsfaktor Patriotismus«, dass die Nationen nach wie vor die entscheidenden Akteure auf der Weltbühne seien. Länder wie Deutschland müssten sich mehr als Schicksalsgemeinschaften begreifen. Die Unfähigkeit der Deutschen, sich mit ihrer Nation stärker zu identifizieren, sei ein schwerwiegender Standortnachteil, die deutsche Wirtschaft müsse patriotischer sein. Einerseits gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen wie »Trigema«, die bewusst auf heimatlichem Boden produzieren und damit beachtliche Gewinne erzielen. Andererseits: Wer global mithalten will, muss doch dort seinen Standort suchen, wo er wirtschaftliche und logistische Vorteile vorfindet. Henrik Müller diskutiert mit seinen Gästen darüber, wieviel Patriotismus die Wirtschaft verträgt.

Das Thesenpapier zur Veranstaltung von Kaevan Gazdar ist ab 9.5. abrufbar.

Moderation: Hans-Michael Besig