Do 23.2.06 // 0 Uhr // Bibliothek
Die Kinder der Manns

Golo Mann: münchnerisch, deutsch, europäisch und liberal

Hans-Jochen Vogel, Hans-Martin Gauger und Tilmann Lahme im Gespräch

Golo Mann hat sich gegen eine Zuschreibung von Marcel Reich-Ranicki gewehrt, er sei auf immer das »ungeliebte Kind« gewesen. In der Tat wird man der vielseitigen Persönlichkeit dieses Kindes von Thomas Mann mit dieser Formel nicht gerecht. 1994 gestorben, wird Golo Mann jetzt zum Gegenstand biographischen Schreibens. Nach Urs Bitterli macht sich Tilmann Lahme daran, ein zutreffendes Bild von Golo Mann zu zeichnen. Eng befreundet mit Golo war der Freiburger Romanist Hans-Martin Gauger. Gut kannten sich auch Golo Mann und Hans-Jochen Vogel, und das nicht nur, als dieser Minister in den Regierungen von Willy Brandt und Helmut Schmidt war, sondern schon während der Zeit als Münchner Oberbürgermeister. Als Bayer sah Golo Mann sich nicht, aber als Münchner.