Do 9.12.04 // 20 Uhr // Saal
Nobelpreis für Literatur

Gemeint ist, was gesagt wird

Ein Abend zu Ehren der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit Sigrid Löffler, Peter von Becker und Therese Affolter

Am Vorabend der Nobelpreisvergabe erörtern die Jelinek-Kennerin Sigrid Löffler (Literaturen) und der Theaterkritiker Peter von Becker (Der Tagesspiegel) den Stellenwert Elfriede Jelineks Literatur, die zu manchen Provokationen Anlass gab. Durchmischt wird die Diskussion mit einer Lesung von Jelinek-Texten, die die Schauspielerin Therese Affolter vorträgt. Sie hat in vielen Produktionen von Jelinek-Stücken mitgewirkt, probt derzeit unter Claus Peymann »WolkenHeim« und ist ebenfalls eine große Kennerin des Oeuvres. Gesprochen wird vor allem über die Prosa der Nobelpreisträgerin. Jelineks Werk ist ein großes Sprachkunstwerk, das in der Tradition des Barock und der Nestroyschen Lust am Sprachspiel steht. Elfriede Jelinek hat sich selbst einmal als eine Nachfahrin der Penelope bezeichnet. So ist sie eine Autorin, die ihr Sprachgarn spinnt, Geschichten erzählt, um so zu zeigen, dass Literatur nicht nichtig ist.
Der Literaturredakteur Andreas Trojan schreibt u.a. für den BR und den SWR.

Moderation: Andreas Trojan