Do 21.1.99 // 0 Uhr // Saal
Gedächtnis der Welt

Antonia S. Byatt im Gespräch mit Bernhard Schlink

„Ich hätte gern im 19. Jahrhundert gelebt – als Mann!“, sagt Antonia S. Byatt, die 1936 in Yorkshire als Tochter eines Richters geborene Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Dozentin für englische Literatur. Mit ihrem mit dem Booker-Preis ausgezeichneten Roman „Besessen“, (1993) setzte sie Maßstäbe für intelligente und unterhaltende Literatur. Ihr Wechselspiel um viktorianische Dichter begeisterte ebenso wie ihre spiritistische „Geisterbeschwörung“ (1995), eine Art Rückkehr in den Club der toten Dichter, oder „Morpho Eugenia“ (1994), eine literarische Expedition in naturwissenschaftliche Forschungen des 19. Jahrhunderts. Antonia S. Byatt wird aus ihrer Erzählung „Zucker“ (1995) lesen und im Gespräch mit Bernhard Schlink von ihrem unbekümmerten Zugang zu vergangenen Zeiten erzählen. Bernhard Schlink wurde vor allem mit seinem großen Erfolg „Der Vorleser“ (1995) über deutsche Grenzen hinaus bekannt.