Dienstag, 3.6.2003, 20.00 Uhr, Saal

Middlesex

Lesung mit Jeffrey Eugenides

In einem griechischen Bergdorf am Hang des kleinasiatischen Olymp fing alles an. Ein junger Mann und eine junge Frau, die Geschwister Eleutherios und Desdemona Stephanides, fliehen vor den Türken nach Smyrna und, als die Stadt brennt, weiter nach Amerika. Es ist das Jahr 1922. Auf dem Schiff, weit weg von allem, erschaffen sie sich als einander Unbekannte neu: Sie heiraten, verbringen ihre erste gemeinsame Nacht in einem Rettungsboot. Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit, Michigan geboren und lebt heute mit seiner Familie in Berlin, wohin ihn Stipendien des DAAD und der American Academy gelockt haben. Sein Debütroman »The Virgin Suicides« erregte weltweit Aufsehen und wurde im Jahr 2000 von Sofia Coppola verfilmt. Wie Jonathan Franzen rechneten ihn Kritiker in der Zeitschrift »The New Yorker« unter die »Twenty Writers for the 21st Century«, 2003 erhielt er für »Middlesex« den Pulitzer Preis.

Moderation: Wieland Freund
Lesung des deutschen Textes: Armin Z. Berger