Montag, 22.5.2017, 19.00 Uhr, Seminar (3. OG)

Open Circle

Didier Eribon: »Rückkehr nach Reims«

Empfehlung: Gisela Weber

Es war das Buch des Jahres 2016, und es wird auch 2017 ein Buch sein, das viele Menschen lesen, um sich und die Welt zu verstehen. Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ tut weh, ein notwendiger Erfolg. Nach der Lektüre fühlt man sich klüger, aber nicht glücklicher. Das Buch befreit von Illusionen, auf denen recht bequeme Existenzen aufgebaut sind. Unsere.

Der französische Schriftsteller, Jahrgang 1953, entstammt der Arbeiterklasse. Er hat einen mehrfachen Auf- und Ausstieg absolviert, davon handelt der autobiografische Essay. Der junge Didier passt nicht in die Welt der Malocher. Er ist schwul, er brennt für Literatur. Als Erster seiner Familie geht er an die Universität. Der Preis der sexuellen und intellektuellen Freiheit, der publizistisch-akademischen Karriere liegt in der Verneinung der Herkunft. Eribon beginnt in Paris ein neues Leben, im Glauben, das Milieu der Geburt für immer hinter sich zu haben.

Der Autor wird am 19. April im regulären Programm des Literaturhauses auftreten. Heute Abend diskutieren wir das Buch und dessen Bedeutung für Frankreich und Europa auf Anregung von Gisela Weber.

Eine Reihe exklusiv für die Freunde und Förderer des Literaturhauses München
Anmeldung unter freunde@literaturhaus-muenchen.de
oder telefonisch unter 089-29 19 34-28

Eine Veranstaltung der Reihe Freunde lesen!