Di 18.5.04 // 0 Uhr // Saal

Ungarn in der Nussschale

Ein Abend mit Magda Szabó und György Dalos

Im Rahmen des textwerk-Seminars für Übersetzer aus dem Ungarischen stellen heute zwei der ganz großen ungarischen Autoren ihr Werk vor und sprechen über ihre literarischen Wurzeln in Ungarn und Europa. Magda Szabó, Jahrgang 1917, begann ihre Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg als Dichterin. Ihr Werke wurde in 42 Sprachen übersetzt. Die psychologische Sichtweise ihrer Romane, zuletzt im ersten Band ihrer literarischen Autobiographie »Für Elise« (2002), ist von analytischer Kühle, zugleich aber von großer Zartheit und Sensibilität vor allem bei der Darstellung der Schicksale von Frauen und Familien im Konflikt zwischen alten und neuen Werten. György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er war bis 1999 Direktor des ungarischen Kulturinstituts in Berlin und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 1995 der Adelbert-von-Chamisso-Preis. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen: »Der Gottsucher« (1999) und »Seilschaften« (2002). Zuletzt erschient von ihm das Buch »Ungarn in der Nussschale. Geschichte meines Landes« (Verlag C. H. Beck).