Fr 3.7.26 // 19 Uhr // Saal
Foyer-Bar ab 18 Uhr

Straßen Namen Leuchten. Ein Denkmal für die Familie Mann

Ein Abend mit Albert Coers

Begrüßung: Tanja Graf
Gespräch: Florian Matzner

»It takes a village to make a public artwork«

MICAH LEXIER

Mit seinem Projekt »Straßen Namen Leuchten« hat der Künstler Albert Coers ein poetisches Denkmal für die Familie Mann geschaffen – die amazing familiy, berühmteste Schriftstellerfamilie Deutschlands. München, Zürich, Sanary-sur-Mer oder Los Angeles: Auf dem Salvatorplatz hinter dem Literaturhaus erinnern historische Straßenschilder und Laternen an die Lebenswege und -orte von Thomas und Katia Mann und ihren sechs Kindern, bringen Exilerfahrung und Internationalität zum Ausdruck. Der nun erschienene Band (Kerber Verlag) dokumentiert dieses außergewöhnliche Kunst-Projekt in Texten und Bildern gleich einem Logbuch. Der Herausgeber des Bandes, Florian Matzner (Akademie der Bildenden Künste München) und Albert Coers lassen uns im Gespräch mit Holger Pils und Tanja Graf teilhaben an der Entstehung des Kunstwerks von der ersten Idee bis zur Umsetzung und nehmen uns mit auf eine Reise um die Welt – mit dem Ziel: Salvatorplatz, München!

»Keiner von ihnen weiß zu dieser Zeit, wie sich die Fremde anfühlen wird, wie es sich in ihr wird leben lassen. […] Und keiner weiß, was das überhaupt ist und was es bedeutet: Exil. Exil ist nicht freiwillig, man geht nicht, um ›Weltbürger‹ zu werden. Es ist nicht Abenteuer, Reiselust und die Suche nach Glück: Es ist Flucht, um zu überleben. Im Hintergrund des Exils steht – auch bei der Familie Mann – die handfeste Lebensbedrohung.«

Holger Pils

»Wir sind eine erlauchte Versammlung, aber einen Knacks hat jeder.«

THOMAS MANN AN KLAUS MANN, 1942