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Selbstportrait mit einer Toten

Lesung mit Norbert Gstrein

Norbert Gstreins letzter Roman »Die englischen Jahre«, eine Geschichte vom englischen Exil, wurde mit dem Alfred Döblin Preis 1999 ausgezeichnet. In seinem neuen Buch zeichnet der 1961 in Tirol geborene Gstrein eine paranoide Welt in 5 Tagen, aus der es keinen Ausweg gibt. Er, der Schriftsteller, spricht, und sie, die Ärztin, ist zum Zuhören gezwungen, eine Zeugin, die erst als Erzählerin seiner Monologe zu Wort kommt. Es ist die ironische Bestandsaufnahme der verfahrenen Situation des Protagonisten, seiner Tiraden gegen alles und jeden, gegen den Literaturbetrieb, gegen Schriftstellerkollegen und Kritiker und nicht zuletzt gegen sich selbst.