Mi 3.12.03 // 0 Uhr // Saal
Transnationale

Modernes Nomadentum

Podiumsdiskussion mit Aris Fioretos, Alberto Manguel und Armin Nassehi

Die großen Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts, Flucht, Vertreibung und Exil, aber auch ein selbstgewähltes Nomadentum aus purem Entdeckerdrang, haben eine neue Art von Weltliteratur entstehen lassen; Werke, die nicht länger an nationale Kulturkonzepte gebunden sind, sondern sich der Vielheit, dem Fremden und der Durchdringung und Durchmischung kultureller Ausdrucks- und Repräsentationsformen widmen. Darüber diskutieren Aris Fioretos, Autor und Botschaftsrat für kulturelle Fragen der Schwedischen Botschaft Berlin, Alberto Manguel und Armin Nassehi. Manguel wurde 1948 in Argentinien geboren, wuchs dort und in Israel auf, und ist ein literarischer Weltbürger par excellence. Der polyglotte Romancier und Essayist wirkte u.a. in Buenos Aires, Paris, Mailand, London und Toronto als Autor, Übersetzer, Verlagslektor und Literaturdozent. Heute lebt der kanadische Staatsbürger in Frankreich. Armin Nassehi ist Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, geschäftsführender Direktor des Instituts für Soziologie in München, ausgezeichneter Redner und gefragter Referent. Armin Pongs ist Verleger und Publizist. Sein Buch-Projekt »In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?« (Dilemma Verlag) ist ein soziologischer Bestseller. Das Nachfolgewerk »In welcher Welt wollen wir leben?« erschien Mitte November 2003.

Moderation: Armin Pongs

anschl. Ausstellungseröffnung »In welcher Welt wollen wir leben?«