Mo 25.9.06 // 20 Uhr // Saal

Kultur und Politik. Deutsche Geschichten

Wolf Lepenies im Gespräch mit Rüdiger Safranski

Am 8.10. wird dem Soziologen und Historiker Wolf Lepenies der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2006 in der Frankfurter Paulskirche überreicht. In der Begründung der Jury heißt es:

»Mit Wolf Lepenies ehrt der Börsenverein einen wissenschaftlichen Schriftsteller, den anschaulich schreibenden Biographen, den stilsicheren Essayisten, der durch Wort und Tat belegt, dass zwischen Verhalten und Wissen, zwischen Moral und Wissenschaft ein unauflöslicher Zusammenhang besteht.«

Wolf Lepenies beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit dem in Deutschland so prekären Verhältnis von Kultur und Politik. Lange glaubten die Deutschen, unter ihnen auch Intellektuelle wie Thomas Mann, Gottfried Benn oder Theodor W. Adorno, an die Überlegenheit der Kultur gegenüber der Politik. Erst nach der Befreiung vom Nationalsozialismus entwickelte sich eine demokratische Verfassung, die bis heute die nationale Identität des Landes prägt.
Wolf Lepenies diskutiert mit dem Philosophen Rüdiger Safranski über die besondere kulturelle Identität Deutschlands.