So 12.10.08 // 0 Uhr // Saal

Kritik der reinen Toleranz

Lesung mit Henryk M. Broder

Begrüßung: Rachel Salamander

Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber Ehrenmorde als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen zu Widerstandskämpfern deklariert werden, wenn militante Minderheiten einer trägen Mehrheit ihren Willen und religiöse Fanatiker anderen mit Gewalt ihre Lebensart aufzwingen wollen, dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten.

henryk-broder.com

Karten in der Literaturhandlung (Tel. 89-280 01 35) und im Literaturhaus (Tel. 089-29 19 34-27)