So 17.3.02 // 20 Uhr // Saal

Kein Krieg, nirgends: Die Deutschen und der Terror

Henryk M. Broder im Gespräch mit: Reinhard Mohr (Der Spiegel)

Der neue Broder ist da – so wie wir ihn kennen: als Meister der Zuspitzung und scharfen Analytiker. Die Art, wie die deutsche Öffentlichkeit auf die Anschläge am 11. September reagiert, hat ihn wieder auf den Plan gerufen. Sein neues Buch »Kein Krieg, nirgends« (Berlin Verlag) befasst sich mit der seither in Deutschland geführten Debatte, dem Stimmungswandel, der von der ersten Empörung über die Tat mehr und mehr den Amerikanern selbst das Geschehene zur Last legt. Über die Befreiung, die der amerikanische Einsatz den Afghanen brachte, herrsche weitgehend Schweigen. Warum sich in Deutschland diese Haltung eingestellt hat, führt Broder mit der ihm eigenen brillanten Rhetorik auf die deutsche Geschichte zurück.