Fr 15.1.99 // 20 Uhr // Bibliothek

Erinnerung, grenzenlos

George-Arthur Goldschmidt im Gespräch mit Klaus Podak (Süddeutsche Zeitung)

Die Rede, die Martin Walser anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gehalten hat, hat viel Staub aufgewirbelt. Die Reaktionen von Ignatz Bubis und anderen brachten ein Gespräch über den Holocaust in Gang, an dem eines deutlich wurde: Der Diskussion fehlte der Umgang mit einer Sprache, die Mißverständnisse verhindert und kontroverse Haltungen auf den Punkt bringt.
Thierry Chervel spricht vom

»permanenten Staunen der Franzosen über das Krampfhafte der `querelles allemandes´ – so ein feststehender französischer Begriff für fruchtlose Streitigkeiten«.

Den Blick von außen bringt der französische Schriftsteller George-Arthur Goldschmidt mit, um diese »Debatte« aus ganz eigener Position zu kommentieren.