Di 23.6.09 // 0 Uhr // Saal

Die Stille

Lesung mit Reinhard Jirgl

Einhundert Jahre aus der Geschichte zweier Familien und aus der Geschichte eines Landes: Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder darin sind über achtzig Jahre alt. Es sind einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. Mit dem Literaturkritiker Helmut Böttiger spricht er über sein monumentales Epos vom langen 20sten Jahrhundert in Deutschland. »Die Stille« gilt zurecht als einer der wichtigsten Romane dieses Frühjahrs.

Moderation: Helmut Böttiger