Do 10.4.08 // 20 Uhr // Saal

Die Leiden eines Amerikaners

Lesung mit Siri Hustvedt

Siri Hustvedts neuer Familienroman (Deutsch von Uli Aumüller & Gertraude Krueger) ist eine Reise in die dunklen Regionen der Seele eines amerikanischen Jedermann: Erik Davidsen, ein geschiedener Psychiater, lebt einsam in einer Stadtvilla in Brooklyn und pflegt seine Neurosen. Seiner Schwester Inga folgt eine seltsame Frau durch die Straßen Manhattans. Seine Nichte Sonia hat am 11. Septem­ber Dinge gesehen, von denen besser niemand erfährt. Schließlich zieht Miranda, eine schöne Westinderin, mit ihrer Tochter in das Gartenappartment von Eriks Haus. Geheimnisse haben in Siri Hustvedts neuem Roman die Toten wie die Lebenden. Und je mehr Erik sich auf diese Geheimnisse einlässt, desto stärker wird er mit sich selbst konfrontiert.

Siri Hustvedt wurde am 19.02.1955 in Northfield, Minnesota, als älteste von vier Töchtern eines norwegisch-amerikanischen Professors für Skandinavistik und einer norwegischen Einwanderin geboren. Nach dem Besuch des St. Olaf College in Northfield, das sie 1977 mit B.A. in Geschichte abschloss, arbeitete sie zunächst als Kellnerin. 1978 ging sie zum Studium nach New York. 1979 erwarb sie an der Columbia University den M.A. in Anglistik. 1986 wurde sie mit einer Arbeit über Charles Dickens («Figures of Dust. A Reading of ‘Our mutual friend’») zum PhD promoviert. Im Februar 1981 lernte sie den Schriftsteller Paul Auster kennen, den sie 1983 heiratete und mit dem sie einen Stiefsohn und eine Tochter hat. Heute arbeitet Siri Hustvedt als Schriftstellerin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Norwegischen. Bekannt wurde sie mit den Romanen «Die unsichtbare Frau», «Die Verzauberung der Lily Dahl» und, vor allem, mit dem internationalen Bestseller «Was ich liebte».

Moderation: Tobias Döring (LMU)
Lesung des deutschen Textes: Boris Aljinovic