Do 12.10.06 // 0 Uhr // Saal

Die Jahre der Vernichtung

Ein Abend mit Saul Friedländer

»Die Jahre der Vernichtung« erzählt mit großer historiographischer Meisterschaft die Geschichte der Ermordung der europäischen Juden vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende des Dritten Reiches. Doch das Streben nach wissenschaftlicher „Objektivität“, nach Erklärung und Analyse kann in einer Geschichte des Holocaust allein nicht genügen. Mit einem überwältigenden Chor von Stimmen – Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Erinnerungen – bewahrt Saul Friedländer seine Darstellung vor der Gefahr der „domestizierten“ Erinnerung an ein Geschehen, das ohne Beispiel ist. Es ist gerade diese besondere Qualität seiner Geschichtsschreibung, die das Buch aus der Literatur heraushebt und ihm einen einzigartigen Rang zuweist. Mit »Die Jahre der Vernichtung« (Verlag C.H. Beck) liegt Saul Friedländers großes Werk über die Ermordung der europäischen Juden nun vollständig vor.

Saul Friedländer, geb. 1932 in Prag, ist Professor für Geschichte an den Universitäten von Tel Aviv und von California, Los Angeles. 1998 erhielt er für den ersten Band seiner Darstellung “Das Dritte Reich und die Juden” den Geschwister-Scholl-Preis.
Norbert Frei, Professor für Neuere und Neueste Geschichte in Jena, gehört zu den führenden deutschen Zeithistorikern. Er nimmt das Gespräch mit Saul Friedländer auf.

»Wer dieses Buch gelesen hat, der wird es nicht vergessen; es ist emotional aufwühlend, intellektuell herausfordernd, es ist wahrhaftig (…) das beste Buch, das es zu diesem Thema gibt.« (Ulrich Herbert, Süddeutsche Zeitung, zum ersten Band)

Begrüßung: Wolfgang Beck
Moderation: Norbert Frei