Di 24.10.06 // 0 Uhr // Saal

Die Frau des Schriftstellers

Lesung mit Ernst-Wilhelm Händler

Ernst-Wilhelm Händlers neuer Roman schildert den narzisstischen Machtkampf zweier Schriftsteller und einer Frau, ebenfalls Schriftstellerin. Verhandelt wird dabei die Ethik des Literatendaseins, das Verhältnis von fiktionaler und tatsächlicher Identität. Angestoßen durch die Auseinandersetzung mit der Kindheit des Ich-Erzählers, beschwören dieser und sein Widerpart Pototsching die Dämonen aus der deutschen Geschichte der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts herauf. Spiegelt sich der Schriftsteller in diesen Bildern des Bösen oder nimmt das Böse tatsächlich wieder Gestalt an?
Ernst-Wilhelm Händler (u.a. »Stadt mit Häusern«, »Kongreß«, »Fall«, »Sturm«) ist Jahrgang 1953 und lebt in Regensburg und München. Zuletzt erschien sein Roman »Wenn wir sterben«, über den die FAZ schrieb:
»Ernst-Wilhelm Händler vollzieht in seinem raffinierten Roman nichts Geringeres als die feindliche Übernahme der deutschen Gegenwartsliteratur.«
1999 wurde Ernst-Wilhelm Händler mit dem Erik-Reger-Preis ausgezeichnet.

Moderation: Marius Meller