Mo 20.9.04 // 0 Uhr // Saal

Die Festung der Einsamkeit

Lesung mit Jonathan Lethem

Anfang der siebziger Jahre ziehen die ersten weißen Hippiefamilien nach Brooklyn, das zu der Zeit überwiegend von Schwarzen und Puertoricanern bewohnt wird. Dylan, der schüchterne Sohn des Malers Abraham Ebdus und dessen Frau Rachel, sieht sich mit dem Umzug der Familie in eine bedrohliche Welt versetzt. Jede Zuneigung muss er sich erkämpfen. Dennoch versucht seine Mutter ihn in dem Viertel, in dem sie selbst aufwuchs, zu integrieren. Als sie eines Tages verschwindet und sich der Vater in die abstrakte Welt seiner Malerei flüchtet, ist der achtjährige Dylan auf sich allein gestellt. Beschützt von seinem schwarzen Freund Mingus Rude, dem selbstbewussten Sohn eines vormals berühmten Jazzmusikers, und begleitet von einem geheimnisvollen Ring, begibt er sich auf die Suche nach seiner Identität. Jonathan Lethems neuer Roman »Die Festung der Einsamkeit« (aus dem Amerikanischen von Michael Zöllner) ist ein bewegendes Buch über Freundschaft und Erwachsenwerden im Großstadtdschungel von New York.
Der Journalist und Autor Wieland Freund schreibt vorwiegend für Die Welt. Der Schauspieler Thomas Loibl ist seit 2001 Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel.

Lesung des deutschen Textes: Thomas Loibl
Moderation: Wieland Freund