So 27.1.08 // 0 Uhr // Saal

Das verlorene Alphabet

Lyrik der neunziger Jahre: Mit Uwe Kolbe, Michael Braun und Hans Thill

Das Lesen und Schreiben von Lyrik, hat Joseph Brodsky einmal gesagt, ist eine „höchst ökonomische Form geistiger Beschleunigung“. Denn Gedichte legen innerhalb eines kurzen Zeitraums eine enorme geistige Strecke zurück, um dem Leser am Ende eine Epiphanie oder Offenbarung zu gewähren. Die Beschleunigungsversuche in der deutschsprachigen Lyrik der neunziger Jahre haben Michael Braun und Hans Thill in der Anthologie „Das verlorene Alphabet“ zu dokumentieren versucht. Ihre Bestandsaufnahme stellen sie im Gespräch mit dem Lyriker Uwe Kolbe vor.