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Das endlose Jahr

Lesung mit Gisela Heidenreich

Eine Tochter reist mit ihrer Mutter an den Ort, wo sie 1943 in einem Lebensbornheim geboren wurde. Endlich will sie die „ganze Wahrheit“ über ihre Herkunft und die Verstrickung ihrer Mutter in die Nazipolitik herausfinden. Hinter einem verwirrenden Netz von Lügen, Verdrängung und Verleugnung kommt schließlich – beharrlich durch Nachfragen und Erinnern herbeigezwungen – die Wahrheit zutage. Gleichzeitig zeigen die Erinnerungen Gisela Heidenreichs an den spät gesuchten und gefundenen Vater, dass man jemanden schätzen und lieben kann, den man gleichzeitig zutiefst ablehnt. Ein Buch von beeindruckender Intensität und Dichte, das eine Geschichte erzählt, die – als Lebensbornschicksal – zwar äußerst ungewöhnlich ist, andererseits aber beispielhaft für viele Fragen der Nachkriegsgeneration an die Generation der Eltern und deren Verhalten zur Zeit des Nationalsozialismus steht.

Einführung: Cornelia Zetzsche (BR)