Revolution!

Bayern 1918/19

»Wer keine Kraft zum Traum hat, hat keine Kraft zum Leben.«

Ernst Toller

Revolutionen finden sich in der deutschen Geschichte nur selten. Und doch wartet gerade Bayern mit einer Revolution auf, die zu den spannendsten Kapiteln der deutschen Geschichte gehört: Die Revolution der Jahre 1918/19, der sich politisches Chaos und ein veritabler Bürgerkrieg anschlossen. Dass selbst die Bezeichnung »Freistaat«, mit der sich das heutige Bayern gerne präsentiert, auf diese Revolution zurückgeht, ist kaum bekannt. Die Ausstellung im Literaturhaus erinnert nun an dieses aufregende Kapitel bayerischer Geschichte. In zum Teil nie gesehenen Dokumenten und Plakaten, Augenzeugenberichte und Fotografien, in Zeittafeln und Stadtplänen, Tondokumenten und nachgestellten Schauplätzen werden die Orte und Menschen der Revolution, der Räterepublik und des Bürgerkrieges gezeigt. Wie die Ereignisse auf die Menschen wirkten, die aktiv oder passiv an der Revolution teilnahmen, was der »Rote Föhn« oder der »weiße Terror« auslösten – davon erzählt die Literatur der Zeit. Romane und Erzählungen, Memoiren und Briefe von Autoren wie Oskar Maria Graf und Ernst Toller, Erich Mühsam und Lion Feuchtwanger, Thomas Mann und anderen berichten manchmal widersprüchlich, immer subjektiv und oftmals ideologisch gefärbt von »Revolution« und »Kasperltheater«, vom »Frühling der Anarchie« und von der »Schwabinger Schlawinerei«.

Von November 2008 bis Mai 2009 finden an den unterschiedlichsten Schauplätzen in München Veranstaltungen zur Räterepublik statt. Alle Informationen zu den Lesungen und Diskussionen, Filmen und Stadtrundgängen erhalten Sie unter www.raeterevolution.de