Mo 5.2.07 // 0 Uhr // Saal
Flammenschwert und Friedenstaube

Zorn und Zeit

Ein Abend mit Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski

In der Antike galt der »Zorn« als unheilbringend und doch wurde er hoch geschätzt, denn er brachte Helden hervor. Wie kommt es, dass der Zorn schon relativ bald danach in der Polis nur in eng umgrenzten Situationen zugelassen wird? Wie kommt es in späteren kulturellen Traditionen zur Herausbildung des »heiligen Zorns« und damit zugleich eines ersten Begriffs von Gerechtigkeit? Wie ist eine kommunistische Weltbank des Zorns denkbar? Wie kam es dazu, dass die Gesellschaften mit Gerechtigkeit als Grundwert den Zorn in allen Kontexten ausgeschlossen haben? Und wie ist seiner Wiederkehr zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu begegnen? Peter Sloterdijk formuliert in seinem »Politisch-psychologischen Versuch« eine Antwort. Er liest aus seinem Buch und spricht mit Rüdiger Safranski über den Zorn, dessen Folgen sich als Kampf, Gewalt und Aggression äußern.