Mo 11.4.16 // 20 Uhr // Bibliothek
Grote literatuur uit Nederland en Vlaanderen

Wir sehen uns am Ende der Welt

Lesung mit Miek Zwamborn & Wiebke Puls

Moderation: Dominik Prantl (Süddeutsche Zeitung)

Jens, der Wandergefährte und Freund der Erzählerin, ist spurlos verschwunden. Niemand weiß etwas. Sie sucht seine Lieblingsorte auf, wandert gemeinsam begangene Routen ab und stößt dabei auf die Arbeiten des bedeutenden Schweizer Alpengeologen Albert Heim (1879–1937). Seinen Anspruch, aus den Gesteinsschichten der Berge die Geschichte der Menschheit herauszulesen, nimmt sie auf, um Spuren vom Verbleib ihres Freundes freizulegen. Am Ende bleibt Jens unauffindbar, aber die Reise befreit die Erzählerin von ihrer Trauer und führt sie zu ihrer eigenen, verschütteten Sehnsucht.

Die Übersetzerin, Künstlerin und Autorin Miek Zwamborn, 1974 in Südholland geboren, lebte längere Zeit im Engadin. »Wir sehen uns am Ende der Welt« ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint (Nagel & Kimche, aus dem Niederländischen von Bettina Bach). Sie schildert darin eine ungewöhnliche Expedition durch die Schweiz, durch England und Berlin und entführt die Leser in eine wundersame Berg- und Erinnerungslandschaft.
5 Fragen an Miek Zwamborn