Mo 20.6.22 // 20 Uhr // Bibliothek

Wilderer

Lesung mit Reinhard Kaiser-Mühlecker

»Ich sehe es wirklich als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, darzustellen, also erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.«

Reinhard Kaiser-Mühlecker

Hätte sein Leben anders verlaufen können, wäre er anderswo aufgewachsen? Jakob übernimmt früh Verantwortung für den elterlichen Hof in Oberösterreich, der Vater ist Phantast, die Großmutter droht, das Erbe der rechten Partei zu vermachen. Erst als eine junge Künstlerin in sein Leben tritt, scheint sich das Leben zum Besseren zu wenden. Doch in Jakob lodert eine Wut, die alles Glück zu verhindern scheint. Präzise, knapp und eindringlich erzählt Reinhard Kaiser-Mühlecker (»Enteignung«, »Fremde Seele, dunkler Wald« u.a.) von einer Idylle, die keine ist (S. Fischer). Der Autor, der selbst Landwirt ist, ist »der große Solitär seiner Generation«, so Christoph Schröder in der Süddeutschen Zeitung. »Er erzählt Geschichten von einer ungeheuren Wucht.«