Di 8.2.11 // 20 Uhr // Saal
(Un-)Sicherheitskonferenz
Kunduz, 4. September 2009

Staatsfeind WikiLeaks

Podiumsdiskussion mit Marcel Rosenbach, Holger Stark (beide Der Spiegel) und Stephan Bierling (Universität Regensburg)

WikiLeaks hat sich viele Feinde gemacht. Seit den spektakulären Enthüllungen geheimer Dokumente aus US-Botschaften über die Kriege in Afghanistan und im Irak werden die Organisation und ihr Gründer Julian Assange von den USA als Staatsfeind bezeichnet, als Bedrohung, Verschwörung und »Propaganda« betrachtet und mit aller Macht verfolgt. Die Spiegel-Redakteure Holger Stark und Marcel Rosenbach stehen seit Jahren in Kontakt mit WikiLeaks. In ihrem Buch schildern sie den Aufstieg der Organisation bis zur Jagd auf Assange Ende 2010. Dabei diskutieren sie Fragen, die auch viele Geheimdienstler und Politiker bewegen: Wie weit darf radikale Transparenz gehen? Gibt es legitime Staatsgeheimnisse? Ist WikiLeaks ein »Geheimdienst des Volkes«? Oder liegt hier sogar die Zukunft des investigativen Journalismus?
Das Gespräch mit den beiden Redakteuren und mit Stephan Bierling, Professor für Internationale und Transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg und Verfasser der erst kürzlich erschienen »Geschichte des Irakkriegs« (Verlag C.H. Beck), leitet Stefan Plöchinger, zukünftiger Chefredakteur von sueddeutsche.de

Moderation: Stefan Plöchinger