Fr 11.11.16 // 19 Uhr // LMU, Große Aula
Geschwister-Scholl-Platz 1
Literaturfest München 2016: forum:autoren

Sprache und Poesie in Diktaturen

Ein Abend mit Swetlana Alexijewitsch & Herta Müller

Moderation: Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung)
Übersetzerin: Ganna-Maria Braungardt

Literarisches Blind Date oder Reise ins Ungewisse. Zum Auftakt ihres forum:autoren bittet Elke Schmitter zwei Nobelpreisträgerinnen an einen Tisch.

Die Weißrussin Swetlana Alexijewitsch begründete eine literarische Gattung: Sie befragt Zeitzeug_innen und komponiertderen Geschichten zu dokumentarischen Romanen in Stimmen. Diese brachten der in der Ukraine geborenen Autorin 2015den Literaturnobelpreis ein.
Herta Müller erhielt ihn 2009. Die gebürtige Rumänin lebt seit 1987 in Deutschland und gilt als »Chronistin des Alltagslebens in der Diktatur«. Auch ihre Poetik passt in kein Raster: Für ihre Lyrik schneidet sie Wörter aus Zeitungen und setzt diese neu zusammen.
Die Schriftstellerinnen haben sich noch nie persönlich getroffen – und nahmen die Einladung zum Gespräch über Sprache und Poesie in Diktaturen sofort an. Dabei gilt heute wie an allen folgenden Tagen: ein wort gibt das andere!