Do 10.1.02 // 20 Uhr // Saal

Schöne Geschichte der Fotografie

Lesung mit Péter Nádas

Im Gespräch mit: Rachel Salamander & Reinhard Wittmann

Péter Nádas, 1942 geboren, Erzähler, Dramatiker, Essayist und Fotograf, lebt in Gombosszeg und Budapest. Für seinen Roman »Buch der Erinnerung« wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, und gilt seither als einer der großen europäischen Erzähler. Seine Beziehung zu Ungarn und Sándor Márai, dem noch bis zum 16.1. eine Ausstellung im Literaturhaus gewidmet ist, sind ebenso Thema des Abends wie sein neues Buch »Schöne Geschichte der Fotografie«. Péter Nádas lässt hier einen Mann und eine Frau parallel zueinander die Welt fotografieren, die sie nicht miteinander erleben können. Schon auf den ersten Seiten entzieht uns der Autor alle Gewissheiten. Wer spricht? Wer nimmt gerade wen oder was wie durch das Auge einer Kamera wahr? Nádas’ Filmnovelle ist ein hintergründiges, faszinierendes Spiel in der Manier der Postmoderne, bei dem es um paranoide Verhaltensweisen, um eine Abrechnung mit dem Geist des gerade zu Ende gegangenen Jahrhunderts geht.