Di 25.11.08 // 0 Uhr // Saal
Revolution!

»…revolutionär, aber friedlich und festlich!«

Ausstellungseröffnung mit Jürgen Tonkel und Helmut Becker

Der verlorene Krieg, Hunger im Land, eine Gesellschaft in Auflösung – vieles kam zusammen, das am 7. November 1918 zum Sturz der Regierung und zur Ausrufung der Republik führte. Am 1. Mai 1919 besetzen »weiße Truppen« München. Was in diesem halben Jahr in München passierte, davon erzählen die Texte sowohl von Sympathisanten als auch von Kritikern. Einer der eindringlichsten Berichte stammt von Oskar Maria Graf, der in »Wir sind Gefangene« die Ereignisse über den gesamten Zeitraum schildert. Daraus liest Jürgen Tonkel (»Wer früher stirbt ist länger tot« u.a.), Helmut Becker steuert Redeausschnitte von Kurt Eisner und Gustav Landauer sowie Verlautbarungen der Regierenden bei. Und die originale Musik aus jenen Tagen kommt von »G-Rag und die Landlergschwister«: »… revolutionär, aber friedlich und festlich«, wie Thomas Mann am 7. November 1918 in seinem Tagebuch notierte.

Musik: »G-Rag und die Landlergschwister«