Mi 7.10.20 // 20 Uhr // Saal & Stream
Einlass 19.30 Uhr
Studio Salvatorplatz

Kreutzersonaten

Eine literarisch-musikalische Beziehungsgeschichte

Weitergespielt und -geschrieben von Stipendiat*innen des Symphonieorchesters des BR und der Schreibakademie des Literaturhauses
Mit Laura Bortolotto, Fuga Miwatashi (Violine), Hector Cámara Ruiz (Viola) und Laura Moinian (Violoncello), Tomoko Nishikawa (Klavier)
sowie Lena Gorelik, Daniel Bayerstorfer & Thomas von Steinaecker
Moderation: Katrin Lange & Frank Reinecke

Bekanntlich wird Beethovens Violinsonate in A-Dur op.47 zum großen Stimulanz schwarzer Gefühle  in Lev Tolstois »Kreutzersonate«. Im Klang dieser Sonate schwillt die Eifersucht des Ehemannes so ungeheuerlich, dass er jegliche Selbstbeherrschung verliert. 1923 erzählt  Leoš Janáček Tolstois Geschichte noch einmal, aus anderer Warte, mit politischer Intention und zwar wieder als Musik. Sein erstes Streichquartett trägt ebenfalls den Titel »Kreutzersonate«. Das erregende Potential der Künste, der Dialog zwischen Musik und Literatur am Beispiel dieser drei Werke waren der Ausgangspunkt eines ersten Workshops der Stipendiaten der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und der Schreibakademie des Literaturhauses, deren Ergebnisse heute präsentiert werden: Eine Aufführung der Sonate und des Streichquartetts sowie neuer Texte, die die Fragen nach Liebe und Leidenschaft aus einer aktuellen Perspektive fortschreiben.