Mi 13.5.26 // 19 Uhr // Saal
Foyer-Bar ab 18 Uhr
Günther Anders-Preis für kritisches Denken

Der neue faschistische Körper

Ein Abend mit Dagmar Herzog

Laudatio: Michael Hagner
Moderation: Christian Dries

Für ihre herausragenden Studien zu Sexualität, Macht und Biopolitik im 20. Jahrhundert erhält die New Yorker Historikerin Dagmar Herzog den Günther Anders-Preis für kritisches Denken 2026. In ihrem jüngsten Buch »Der neue faschistische Körper« (Wirklichkeit Books) zeigt sie, dass moderne rechte Ideologien stark über Körperbilder funktionieren – über Vorstellungen von Gesundheit, Stärke und Geschlecht. Der Rechtsradikalismus der Gegenwart zeichne sich unter anderem durch Behindertenfeindlichkeit und Anti-LGBTQ-Politik aus sowie durch die »Lust an Aggression, Gemeinheit und Gewalt«. Dagmar Herzog spricht mit Christian Dries (Vorsitzender der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft) über die Frage, wie sich den neuen autoritären Körperidealen historische Aufklärung und gesellschaftliche Solidarität entgegensetzen lassen. Die Laudatio hält der renommierte Wissenschaftshistoriker Michael Hagner.