Fr 29.10.04 // 20 Uhr // Saal
Arabische Welt

Der letzte Freund

Lesung mit Tahar Ben Jelloun

Tanger, kosmopolitische Stadt und internationale Zone, Stadt von Paul Bowles und Alan Ginsberg, von Jean Genet und Francis Bacon. Hier begegnen sich in den fünfziger Jahren zwei Jungen, der eine aus Fès, der fast noch mittelalterlichen Stadt, und der andere, Einheimische, der ihn in Schutz nimmt. Eine Freundschaft entsteht. Sie übersteht die studien-, ehe- und berufsbedingten Trennungen ihrer Lebenswege, und der eine, der Arzt, übersteht die Arbeit in der Fremde des Nordens nur, weil der andere, der Lehrer, ihn auf dem Laufenden hält über das, was in der Heimat Tanger geschieht. Die Freundschaft dauert drei Jahrzehnte. Bis der eine tödlich an Krebs erkrankt, und er den anderen verstößt. Aber kann man einen Freund schonen, indem man ihn tödlich verletzt? Der dichte neue Roman Tahar Ben Jellouns (Berlin Verlag), dem bedeutendsten Vertreter der französischen Literatur des Maghreb, zeigt das Porträt einer widersprüchlichen, ebenso archaischen wie modernen Gesellschaft.
Christiane Kayser hat Tahar Ben Jellouns neuen Roman aus dem Französischen übersetzt und übernimmt auch die Moderation des Abends.

Moderation und Lesung des deutschen Textes: Christiane Kayser

Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft in Berlin (Bureau du Livre)