Er wollte Tänzer werden und wurde stattdessen Romancier. Er berichtete als Exilant aus Amsterdam, New York, Moskau, Paris oder Spanien; sein leidenschaftlicher Kampf galt dem Faschismus, zuletzt im Dienst der US Army. Klaus Mann (1906-1949) sah sich als Chronist seiner Zeit: frühreif und ruhelos, beseelt und am Ende ernüchtert. Der Schauspieler Tobias van Dieken (Münchner Volkstheater) liest Geschichten von Klaus Mann (»Das zwölfhundertste Hotelzimmer«, Rowohlt Verlag), einem Dandy und Hotelpatrioten.
»Zwölfhundertstes Hotelzimmer – sei mir gegrüßt! Sei gegrüßt, Heimat seit einer halben Stunde, Heimat für zwei, drei oder vierzehn Tage –: wirst du mir freundlich gesinnt sein?«
