So 9.4.17 // 17 Uhr // Saal

Carl-Amery-Literaturpreis 2017

Verleihung an Thomas von Steinaecker

Der Preis, der alle zwei Jahre vom Verband deutscher Schriftsteller in Bayern verliehen wird, soll an den Münchner Schriftsteller Carl Amery (1922-2005) und sein Lebenswerk erinnern. Amerys kritische Auseinandersetzung mit restaurativen Tendenzen in Gesellschaft und Kirche und sein publizistischer Einsatz für eine friedliche und ökologisch vernünftig gestaltete Welt haben Maßstäbe gesetzt. Mit dem Carl-Amery-Literaturpreis werden deutschsprachige Autorinnen und Autoren für ihr Werk ausgezeichnet, in dem eine zeitkritische Literatur neue ästhetische Wege zu gehen und damit das Spektrum literarischer Möglichkeiten zu erweitern sucht.

2017 erhält den Preis Thomas von Steinaecker, der mit Romanen wie »Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen« (S. Fischer Verlag, 2012) und »Die Verteidigung des Paradieses« (S. Fischer Verlag, 2016) auf, wie die Jury urteilt, »einzigartige Weise die Beobachtung von gesellschaftlicher Gegenwart und das Möglichkeitsdenken der Literatur verbindet«.

Laudation: Fridolin Schley
Musik: Tim Allhoff (Klavier)

Veranstalter: Verband deutscher Schriftsteller in Bayern. Mit freundlicher Unterstützung von ver.di Bayern, des Luchterhand Literaturverlags und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
Eintritt frei (Anmeldung erbeten unter Tel. 089-291934-27)

»Das Werk Thomas von Steinaeckers verbindet auf einzigartige Weise die Beobachtung von gesellschaftlicher Gegenwart und das Möglichkeitsdenken der Literatur. Seine Romane sind Versuchsanordnungen des Menschlichen, des prekären Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft, und zugleich ein eindringliches Plädoyer für das Eigenrecht der Phantasie vor dem Hintergrund moderner Rationalität. In seinem Schreiben mobilisiert und verschränkt Thomas von Steinaecker spielerisch so unterschiedliche Genres wie Abenteuer-, Entwicklungs-, Familienroman, Science Fiction und Dystopie, um zugleich immer wieder die erzählerischen Möglichkeiten und Begrenzungen des Romans auszuloten, die ihn in Zeiten einer zunehmend bildfixierten Mediengesellschaft vor neue Herausforderungen stellen.«