»Alles ist sehr ungewiss, und gerade das finde ich beruhigend.«
TOO-TICKI »WINTER IM MUMINTAL«
Vor 80 Jahren erfand die finnische Künstlerin Tove Jansson die Mumins, die kultigen rundlichen Trolle, die derzeit weltweit gefeiert werden. Ihre Geschichten sind ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. Das Literaturhaus München stellt sie erstmals in einer Ausstellung vor.

AUDIO: Auszug aus dem Audioguide, »Komet in Moominland« gelesen von Xenia Tiling // BILD: © Moomin Characters
Im Mumintal regieren Geborgenheit, Freundschaft und Humor, aber auch eine Prise Anarchie und Rebellion, dazu jener satirische Esprit, dem Tove Jansson in den Dreißiger- und Vierzigerjahren ihren Erfolg als politische Karikaturistin verdankte. Diese Mischung, fern jeder aufgesetzten Idylle, dabei voller Poesie und Eigensinn, bezaubert Erwachsene und Kinder gleichermaßen: Sie spricht das innere Kind im Erwachsenen an, freut Nostalgiker, die mit den Mumins aufgewachsen sind, und beflügelt bei Kindern ihre ureigene Vorstellungskraft.
Das Finstere und das Helle, das Katastrophale und das Komische erscheinen hier in einem Gleichgewicht, das keinem Zeitgeist verhaftet ist, aber ganz besonders in unsere Epoche passt. In der Ausstellung können Mumin, Schnüferl, Schnupferich, die kleine Mü und viele andere Figuren mit ihren wundersamen Geschichten erlebt werden. Originalillustrationen, Animationen, Hörstationen und ein Pfad voller Überraschungen laden dazu ein, die Welt der Mumins zu entdecken.
»Ich muss mich ein bisschen beruhigen. Sonst platze ich vor Glück.«
SNORKFRÄULEIN »STURM IM MUMINTAL«
PRESSESTIMMEN
»Da haben sie wieder gezaubert, die Könige im Atmosphäreschaffen. Einmal mehr hat das Gestaltungsbüro unodue{ architektur München den Ausstellungsraum des Hauses in eine völlig neue Welt verwandelt. Eine Mumin-Welt.«
»Die Schau tut, was Tove Jansson tat: Sie ermuntert Groß und Klein, den Mut zu haben, das, was man fühlt, nicht wegzudrücken.
Immer tapfer drauf losgerobbt, mag der Tunnel auch noch so dunkel sein. Oder wie es Mumin formuliert: ›Wie sollen wir je die Sonne wiederfinden, wenn wir uns nicht übers Meer trauen?‹«
Katja Kraft / Münchner Merkur
»Von der niedlichen Nilpferd-artigen Anmutung der kleinen weißen Trolle sollte man sich nicht täuschen lassen: Denn die sehr verschiedenartige Mumin-Gesellschaft ist beseelt von einer sanft-anarchistischen Weltanschauung. Zu der gehören zwar Freundschaft und der Wunsch nach Geborgenheit. Aber auch die Rebellion gegen Regeln und Verbote, die Empathie für Außenseiter und Verrückte und ein großer Freiheitsdrang sind zentrale Elemente. Dies alles ist trefflich visualisiert in der Ausstellung ›Tove Jansson – Die Welt der Mumins‹, die jetzt im Literaturhaus eröffnet wurde.«

