Mi 28.3.01 // 0 Uhr // Saal

Zu viele Männer

Lesung mit Lily Brett

Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach sechs Monaten wieder. 1948 übersiedelte die Familie nach Australien, Lily Brett lebt heute in New York. Nach dem preisgekrönten Roman »Einfach so« und der Skizzensammlung »Zu sehen« legt Lily Brett mit »Zu viele Männer« einen Roman über Familienbande und Erinnerung vor, der gleichermaßen humorvoll wie bewegend ist. Ruth Rothwax, Inhaberin einer New Yorker Agentur, die Korrespondenz für alle Lebenslagen erledigt, ist mit ihrem Vater Edek nach Polen unterwegs, um nach jener Welt zu suchen, in der ihre Familie vor dem Holocaust gelebt hat. Sie lernt die Orte kennen, wo ihr Eltern einst lebten und beinahe ums Leben gekommen wären: Warschau, Lodz und Krakau. Auf dramatische Weise beginnt dort die Vergangenheit von ihr Besitz zu ergreifen.

Einführung und Moderation: Rachel Salamander
Den deutschen Text liest: Sibylle Canonica