Mi 17.9.08 // 0 Uhr // Saal

Wie es Gott gefällt

Lesung mit Niccolò Ammaniti

Irgendwo in Italien zwischen Meer und Gebirge: Rino und Cristiano Zena, Vater und Sohn, leben in einem heruntergekommenen Haus am Rande der Stadt. Cristiano ist dreizehn und soll ein harter Kerl werden, wie sein Vater. Rino ist ohne Job, meist ohne Geld und voller Wut auf die da oben. Doch er liebt seinen Sohn und behandelt ihn mit rauer Zärtlichkeit. Ohne ihn könnte er nicht leben.
Entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, schlagen beide sich durchs Leben, gemeinsam mit zwei Freunden, die auch nicht gerade vom Glück verfolgt werden.
Der eine, Quattro Formaggi, ist nach einem Unfall ein wenig langsam im Kopf. Ein Eigenbrötler, der seine Geheimnisse hat. Der andere, Danilo, sitzt Tag für Tag in der Bar Bumerang und träumt vom großen Geld und, wie es wäre, wenn er und seine Freunde den Geldautomaten aus der Bank gegenüber klauen würden. Einfach die Mauer umnieten, den Kasten mitnehmen und – Bingo!
In einer einzigen Nacht, in der ein Unwetter die Landschaft verwüstet, fordern sie ihr Schicksal heraus und hoffen, dass Gott auf ihrer Seite ist. Doch danach ist nichts mehr so, wie es einmal war.

»›Wie es Gott gefällt‹ ist ein faszinierendes Buch. (…) Je tiefer sich die gescheitertem Gestalten in ihre Schicksale verstricken, desto interessanter werden die Momentaufnahmen, in denen der Leser sie beobachtet.« (Judith Luig, Die Tageszeitung)

»Ammaniti ist ein packendes Buch mit der Schwärze von Thomas Bernhard und der Unerbittlichkeit von Chuck Palahniuk gelungen, ein Monolith der negativen Mystik.« (Marius Meller, Deutschlandradio Kultur)

Niccolò Ammaniti, Jahrgang 1966, lebt in seiner Geburtsstadt Rom. Er zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten Autoren seines Landes, seine Romane wurden in 38 Sprachen übersetzt. Für seinen neuen Roman »Wie es Gott gefällt« (Deutsch von Katharina Schmidt) wurde er 2007 mit dem Premio Strega ausgezeichnet. Die deutschen Passagen liest der Schauspieler Andreas Hoppe, bekannt als Kommissar Kopper im Ludwigshafener Tatort.

Moderation & Übersetzung: Paola Barbon (Ruhr-Universität Bochum)

Mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano di Cultura