Fr 11.7.03 // 0 Uhr // Foyer

textbar

Ein Abend mit Beate Dölling, Yadé Kara, Karin Kusterer und Jörg Matheis

Was hier bei Musik und kühlen Getränken an der »textbar« des Literaturhauses dargeboten wird, bietet Blicke auf deutsche Gegenwärtigkeiten, die bunter erscheinen als das, was uns die Zeitungen täglich über unser Land berichten. Die deutsch-deutsche Vereinigung aus dem Blick eines türkischen Piccaros – Yadé Kara liefert in ihrem Roman »Selam Berlin« (Diogenes Verlag) eine schräge Chronologie dieser Zeit. Die Verwirrungen einer Familie, als Mama sich in eine andere Frau verliebt, davon erzählt Beate Dölling in ihrem Jugendbuch »Mama verliebt« (dtv junior). Verhaltene Obsessionen, kleine Fluchten in fragilen Alltagsgefügen, die beschreibt mit psychologischer Genauigkeit Jörg Matheis in seinem Erzählungsband »Mono« (C.H. Beck Verlag). Russland in Deutschland – Karin Kusterer zeigt wie nah und fern uns dies große Land ist, als sich ihre Protagonistin in den Asylanten Maksim verliebt, ein »Märchen von der unglaublichen Liebe« (Gerd Haffmans bei Zweitausendeins). Ein Querschnitt der besonderen Art durch die Debüts dieses Frühjahrs: alle Autoren und Autorinnen dieses Abends haben an den textwerk-Seminaren des Literaturhauses teilgenommen. Nun sind ihre Bücher erschienen und erhalten im Literaturhaus die Öffentlichkeit, die die Seminare nicht haben.

Moderation: Katrin Lange und Marius Meller (Tagesspiegel)
Musik: Wolfgang Farkas (blumenbar)