Moderation: Judith Heitkamp
»Vielleicht kennst du das: Dinge werden dir erzählt, und später denkst du, du hast sie so erlebt. Und dann gibt es solche, die hast du wirklich erlebt, und du zweifelst daran, weil sie mit jenen anderen konkurrieren.«
SANDRA HOFFMANN »MOGADISCHU«
»Die ganze Familie hatte Angst vor meiner Vorstellungskraft, in der alle Fantasie zur Wahrheit und ununterscheidbar wurde von der Wirklichkeit.«
SANDRA HOFFMANN »MOGADISCHU«
Mogadischu: Im Jahr 1977 wird der Name der somalischen Hauptstadt zur Chiffre des Deutschen Herbstes. Im Sommer, während eines Italienurlaubs, verschwinden eine Mutter und ihr fünfjähriger Sohn Kornelius spurlos. Zurück bleiben der Vater – und die elfjährige Fritzi, die nach einer Erklärung für das Unbegreifliche sucht. Und im Herbst wird die »Landshut« entführt; nach der Ermordung des Flugkapitäns und mehreren Zwischenstopps landete die Landshut in Mogadischu.
Die Münchner Autorin Sandra Hoffmann (»Paula«, »Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist« u.a.) verbindet in »Mogadischu« (Berlin Verlag) Familiengeschichte und Zeitgeschichte zu einem Roman über Erinnerung, Verlust und das, was über Generationen unausgesprochen bleibt.
»Was mich an diesem Roman verzaubert, ist, dass ich total reingezogen werde – auch in die Gefühlswelt der Figuren. So intensiv findet man das selten.«

