Di 6.3.07 // 0 Uhr // Saal

Heimweg

Lesung mit Harald Martenstein

Harald Martenstein, Zeit-Kolumnist und Redakteur beim Tagesspiegel, schreibt in seinem Debütroman über eine am Rande der Schicklichkeit tanzende Großmutter, die sich nicht so recht darüber freuen mag, dass ihr Mann letztendlich doch noch aus russischer Gefangenschaft heimkehrt. Joseph hat zwei steife Finger, einen Lungendurchschuss und Splitter im Körper, »er war geradezu in Topform, verglichen mit den anderen armen Teufeln in seinem Eisenbahnwaggon«. Nach dem Krieg musste er sich fragen: »Wer hatte bloß Schuld an dieser ganzen Scheiße?«. Harald Martenstein schreibt über das Überleben, die Liebe und die Erinnerung daran, beschreibt den Aufbruch einer Nation, indem er von ein paar kuriosen Menschen erzählt, von ihrem Niedergang und ihrem Glück.

Moderation: Armin Kratzert (BR, Lese:Zeichen)