Di 15.7.14 // 20 Uhr // Saal

Ganz oben Ganz unten

Christian Wulff im Gespräch mit Hans Werner Kilz

Am 17. Februar 2012 trat Christian Wulff nach 598 Tagen von seinem Amt als Bundespräsident zurück. Obwohl sich vor Gericht auch der letzte gegen ihn erhobene Vorwurf als haltlos erwies, reichte die öffentliche Demütigung noch über den Tag des Freispruchs hinaus. Niemals zuvor haben die Medien unseres Landes einen Politiker in solcher Weise verfolgt. Auch das Verhalten der Staatsanwaltschaften in Celle und Hannover wirft Fragen auf. Ging alles mit rechten Dingen zu?

Nachdem sich bisher Andere mit der Causa Wulff auseinandergesetzt haben, schildert nun Christian Wulff aus seiner Sicht, wie die Affäre inszeniert wurde, was sich hinter den Kulissen abspielte und wie es sich anfühlt, derlei massiven Angriffen ausgesetzt zu sein. Auch seine eigenen Fehler benennt er. »Ganz oben Ganz unten« ist ein Lehrstück über Politik, Presse und Justiz, das nachdenklich macht.

Hans Werner Kilz war von 1990 bis 1994 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und anschließend bis 2011 Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung. Heute ist er Aufsichtsrat der Mediengruppe M.DuMont Schauberg und berät das Ressort Investigativ der ZEIT. Hans Werner Kilz ist Autor des Buches »Flick – Die gekaufte Republik« (Rowohlt, 1982) und von »Eingewandert ins eigene Land. Was von Rot-Grün bleibt« (Pantheon, 2006).

Veranstalter: Verlag C.H.Beck, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 12.- / 8.-

»like a thriller, (…) a microscopic look at the unwholesome nexus between Germany’s media, politics and judiciary« (The Economist, 21. Juni 2014)

»Ein Lehrstück darüber, dass im Verhältnis zwischen Politik, Medien und auch Justiz etwas mächtig aus dem Gleichgewicht geraten ist.« (Peer Steinbrück, Zeit, 12. Juni 2014)

»Wulffs Buch bietet (…) einen ziemlich schockierenden Einblick in Hannoveraner und Berliner Macht-Zonen.« (Deutschlandfunk, 16. Juni 2014)