Mi 30.9.26 // 19 Uhr // Saal

Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet

Lesung mit Slata Roschal

Moderation: Frieder von Ammon (LMU)

»Ich komme mir vor wie ein Kind am Schaufenster eines Geschäfts, es ist alles da, aber es ist nicht für mich.«

SLATA ROSCHAL »ES IST DIE LEICHTIGKEIT, DIE DEN HERRN AM TISCH VON DER PUTZFRAU UNTERSCHEIDET«

Was trennt die, die bedienen, von denen, die bedient werden? Manchmal nur eine kaum greifbare Selbstverständlichkeit – »die Leichtigkeit«, von der Slata Roschals neuer Roman spricht (Ullstein). In einem luxuriösen Spa-Hotel prallen Wohlstand und prekäre Arbeit aufeinander, bis ein Todesfall die fragile Ordnung erschüttert. Slata Roschal, deren Romandebüt für den Deutschen Buchpreis nominiert war und deren Auftritt beim diesjährigen Bachmann-Wettbewerb hohe Wellen schlug, seziert Klassenverhältnisse mit sprachlicher Präzision und bitterem Witz. Der Freitag urteilt: »Radikaler als Annie Ernaux.«

»Ihre besondere Stärke ist es, eine elegante Balance zwischen mitleidloser, lakonischer Rede und poetischem Einfall zu halten, oder diese tänzerisch immer wieder neu herzustellen.«

JURY GRAZER STADTSCHREIBER:IN ÜBER SLATA ROSCHAL