Di 18.1.11 // 0 Uhr // Saal / Foyer

Ernst Hoferichter Preis 2011

Verleihung an Kerstin Specht und Jan Weiler

Oberbürgermeister Christian Ude verleiht am Dienstag, 18. Januar, 19:00 Uhr, im Literaturhaus im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Ernst-Hoferichter-Preise 2011 an die Autoren Kerstin Specht und Jan Weiler. Die Laudationes halten Tilman Spengler und Elke Heidenreich. Mit den Hoferichter-Preisen, gestiftet von Franzi Hoferichter, der Witwe des Schriftstellers, werden seit 1975 jährlich Münchner Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die – wie Ernst Hoferichter – „Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden“.

Der Stiftungsbeirat (Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers/Vorsitz, der Leiter der Münchner Stadtbibliothek Dr. Werner Schneider, sowie die Publizisten Wolfgang Görl, Dr. Brigitta Rambeck, Michael Skasa und Oberbürgermeister Christian Ude), der als Jury fungierte, begründete seine Entscheidung unter anderem:

Kerstin Specht (geboren 1956) gilt als eine der wichtigsten Stimmen zeitgenössischer Dramatik in Deutschland . Meist dem kritischen Volksstück zugeordnet, geht Spechts Theater doch weit über die Darstellung lokaler Befindlichkeiten hinaus. Ihre Stücke (u.a. „Das glühend Männla“, „Königinnendramen“) sind schwerpunktmäßig ausgerichtet auf die Erfassung menschlicher Grundkonstellationen und Charakterentwicklungen. Dass sich bei einem solchen Ansatz – wie im „richtigen Leben“ – Tragik und Komik mischen, ist unvermeidlich.

Jan Weiler (geboren 1967) gelang mit seinem erstem Roman „Maria ihm schmeckt’s nicht!“ mit 1,7 Millionen verkauften Exemplaren der erfolgreichste Debütroman der letzten zwei Jahrzehnte, der auch den Sprung in die deutschen Kinos schaffte. Neben Romanen schreibt er Kolumnen, Hörspiele und Drehbücher und unterrichtet an der Münchner Journalistenschule. Seine Glossen zu alltäglichen Wechselfällen, seine ebenso skurrilen wie realistischen Dialoge, seine Reflexionen über und Porträts von Menschen, Ereignissen und Zuständen hierzulande und anderswo fügen sich zu einer witzigen, nachdenklichen, einprägsamen Bestandsaufnahme der Gegenwart.