Fr 10.12.21 // 14 Uhr // Bibliothek
Wochenendseminar

Erlebtes und Erfundenes. Autofiktionales Schreiben

Mit Amelie Fried & Peter Probst

Das autofiktionale Schreiben ist in der aktuellen Literatur präsent wie nie. AMELIE FRIED, preisgekrönte Autorin und Moderatorin, hat sich bereits 2008 in ihrem Recherchebericht »Schuhhaus Pallas« (Hanser) erzählend der eigenen Familiengeschichte gestellt. Ihr Ehemann, der Schriftsteller und Drehbuchautor PETER PROBST, taucht in seinem Roman »Wie ich den Sex erfand« (Kunstmann) tief in seine eigene Jugend in den 70er Jahren ein. In ihrer neuen Schreibwerkstatt gehen die beiden der Frage nach, was die Autobiographie von der Autofiktion unterscheidet, und befassen sich mit Erinnerungen und deren literarischer Bearbeitung.

Peter Probst & Amelie Fried

AMELIE FRIED studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Italienisch, später schloss sie die Hochschule für Fernsehen und Film München ab. 1984 begann ihre Karriere beim Bayerischen Fernsehen, wo sie die Jugendsendung »Live aus dem Alabama« präsentierte. Bundesweit bekannt wurde sie mit »Live aus der alten Oper«, »STERN-TV« und »3 nach 9«. Für ihre Fernseharbeit erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und den Bambi. 1995 erschien ihr erstes Buch »Die Störenfrieds«, kurz danach der Roman »Traumfrau mit Nebenwirkungen«. Inzwischen hat sie über zwanzig Bücher veröffentlicht, darunter die Familiendokumentation »Schuhhaus Pallas«. Ihr Kinderbuch »Hat Opa einen Anzug an?« wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Amelie Fried hat eine Ausbildung in Mediation und systemischem Coaching, sie schult Führungskräfte für Medienauftritte und leitet Kommunikationsworkshops.
www.ameliefried.de

PETER PROBST studierte Neuere Deutsche und Italienische Literatur sowie Katholische Theologie. Er arbeitete zunächst als Regieassistent und Co-Regisseur bei Dokumentationen und begann bald darauf mit dem Schreiben von Drehbüchern.
Peter Probst ist Autor von Fernsehkrimis wie »Tatort« und »Polizeiruf 110«, hat aber auch Komödien, Melodramen und historische Filme verfasst, sowie Romane seiner Frau Amelie Fried für das Fernsehen bearbeitet. Für seine Fernsehspiele erhielt er zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen.
Ab 2006 schrieb er erst Kinderkrimis und dann Kriminalromane wie »Blinde Flecken« oder »Im Namen des Kreuzes«. Bei dem Sachbuch »Verliebt, verlobt… verrückt? ‑ Warum alles gegen die Ehe spricht und noch mehr dafür« arbeitete er mit seiner Frau zusammen. Seit 1988 schon ist Peter Probst Dozent für Drehbuch und Dramaturgie.
www.peter-probst.de