Ansprache & Verleihung: Staatsminister Markus Blume
Laudatio: Beate Tröger
Moderation: Niels Beintker
Live-Musik: Carlos Cipa (Klavier)
Sie zählt zu den wichtigsten Stimmen der belarussischen Gegenwartsliteratur: die 1982 in Minsk geborene Lyrikerin, Romanautorin, Übersetzerin und Linguistin Volha Hapeyeva.
Seit 2020 lebt und arbeitet sie im Exil, seit 2024 in München. Sie schreibt auf Belarussisch und Deutsch; ihre Gedichte, die um Sprache und Identität, um Heimat und die Erfahrungen von Verfolgung und Fremdsein kreisen, wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. In diesem Jahr erschienen: das »Wörterbuch einer Nomadin« (Literaturverlag Droschl), ein so persönlicher wie politischer Essay, entstanden zwischen Belarus, Deutschland, Kreta und Japan. Mit dem 2026 erstmals vergebenen Thomas-Mann-Stipendium würdigt der Freistaat Bayern Schriftsteller*innen im Exil. Das mit 15.000 Euro dotierte Stipendium erinnert an Thomas Manns eigenes Exil und wird künftig alle zwei Jahre vergeben – als Zeichen für die Freiheit der Literatur.
