Sa 6.2.21 // 10 Uhr // Bibliothek
Wochenendseminar

Die kleine Form – es muss nicht immer ein Roman sein!

Literarische Werkstatt mit Amelie Fried & Peter Probst

Kurzgeschichte, Märchen, Blog, Erzählung, Tagebuch – es gibt viele Formen, sich literarisch auf knappem Raum auszudrücken, und alle haben ihren ganz eigenen Reiz. Sie erfordern, dass man schnell einen sicheren Ton trifft, jedes Wort wichtig und kein Detail blass ist. Gerade beim Schreiben im Internet zählen heute genau diese Fähigkeiten. Aber man kann sich auch an sehr verdichteten Verfahren üben. Ernest Hemingway hat für seine Erzählungen einmal das Bild von der Spitze des Eisbergs gefunden: Nur diese Spitze zeigt er, aber ein ganzer Berg darunter muss sich erschließen. Wie erzählt man Nicht-Erzähltes mit und bringt den Raum zwischen den Zeilen zum Vibrieren?
Unser Workshop »Die kleine Form« ist für alle Menschen, die gern schreiben (wollen), hier einen ersten Schritt tun oder im Kleinen Großes lernen möchten.

Peter Probst & Amelie Fried

AMELIE FRIED studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Italienisch, später schloss sie die Hochschule für Fernsehen und Film München ab. 1984 begann ihre Karriere beim Bayerischen Fernsehen, wo sie die Jugendsendung »Live aus dem Alabama« präsentierte. Bundesweit bekannt wurde sie mit »Live aus der alten Oper«, »STERN-TV« und »3 nach 9«. Für ihre Fernseharbeit erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und den Bambi. 1995 erschien ihr erstes Buch »Die Störenfrieds«, kurz danach der Roman »Traumfrau mit Nebenwirkungen«. Inzwischen hat sie über zwanzig Bücher veröffentlicht, darunter die Familiendokumentation »Schuhhaus Pallas«. Ihr Kinderbuch »Hat Opa einen Anzug an?« wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Amelie Fried hat eine Ausbildung in Mediation und systemischem Coaching, sie schult Führungskräfte für Medienauftritte und leitet Kommunikationsworkshops.
www.ameliefried.de

PETER PROBST studierte Neuere Deutsche und Italienische Literatur sowie Katholische Theologie. Er arbeitete zunächst als Regieassistent und Co-Regisseur bei Dokumentationen und begann bald darauf mit dem Schreiben von Drehbüchern.
Peter Probst ist Autor von Fernsehkrimis wie »Tatort« und »Polizeiruf 110«, hat aber auch Komödien, Melodramen und historische Filme verfasst, sowie Romane seiner Frau Amelie Fried für das Fernsehen bearbeitet. Für seine Fernsehspiele erhielt er zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen.
Ab 2006 schrieb er erst Kinderkrimis und dann Kriminalromane wie »Blinde Flecken« oder »Im Namen des Kreuzes«. Bei dem Sachbuch »Verliebt, verlobt… verrückt? ‑ Warum alles gegen die Ehe spricht und noch mehr dafür« arbeitete er mit seiner Frau zusammen. Seit 1988 schon ist Peter Probst Dozent für Drehbuch und Dramaturgie.
www.peter-probst.de