Do 21.2.08 // 0 Uhr // Bibliothek

Der Tag des Opritschniks

Lesung mit Vladimir Sorokin

Vladimir Sorokin, geboren 1955, gilt als der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller Russlands. Sein neuer Roman ist eine beißende Satire im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Er beschreibt Russland im Jahr 2027: Abgeschottet vom Westen lebt es allein vom Gas- und Ölexport und seinen Handelskontakten nach China. Das Land ist von der Großen Russischen Mauer umgeben und wird re­giert von »Gossudar«, einem absoluten Alleinherrscher, der seine Macht mithilfe der Opritschniki, der »Auserwählten«, ausübt, einer Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt.
Mit Johanna Renate Döring-Smirnov, Professorin für Slavische Philologie in München, diskutiert Vladimir Sorokin über sein neues Buch und über das heutige Russland.

Moderation: Johanna Renate Döring-Smirnov
Lesung des deutschen Textes: Stefan Wilkening (Bayerisches Staatsschauspiel)